In 6 Schritten zum SEO-Erfolg

In 6 Schritten zum SEO-Erfolg

„Das Internet ist für uns alle Neuland“ – auf den ersten Blick mag dieses bekannte Zitat von Angela Merkel in unserer heutigen, in vielen Teilen digitalisierten Welt ein wenig anachronistisch wirken. Wenn wir aber genauer darüber nachdenken, ist diese Aussage gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt. Natürlich wissen wir alle, was ein Browser ist, wie wir eine E-Mail verschicken können und dass Google nichts mit dem Gugelhupf zu tun hat. Aber die tatsächlichen Prozesse und Algorithmen, mit denen beispielsweise Suchmaschinen wie Google funktionieren, und die darüber entscheiden, ob wir mit unserer Website auch die Menschen erreichen, die wir erreichen wollen, sind für viele Leute immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Doch keine Sorge – mit dem folgenden Leitfaden kann auch der moderne Dschungel namens Search Engine Optimization bezwungen werden. Wir zeigen in sechs Schritten, wie es geht.

Schritt 1: Zielgruppendefinition – wen will ich ansprechen?

Die erste Frage, die man sich zum Thema SEO stellen sollte, ist die nach der Zielgruppe. Wen möchte ich mit meiner Website ansprechen? Von wem möchte ich gefunden werden? Das können potenzielle Käufer*innen für meinen Online-Shop sein, Kund*innen, die sich im Vorfeld online über mein Unternehmen informieren möchten, beispielsweise nach Öffnungszeiten oder besonderen Aktionen Ausschau halten, oder allgemein Personen, die sich für die Themenbereiche interessieren, die auf meiner Seite präsentiert werden. In jedem Fall hilft eine genaue Zielgruppendefinition, eine Website unter SEO-Gesichtspunkten zu verbessern.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Sprechen Sie uns einfach an.

Schritt 2: Keyword-Research – wonach sucht meine Zielgruppe?

    Ein entscheidender Faktor im Bereich SEO stellen die Keywords oder auch Keyword-Phrases dar. Die Google-Suche ist meist die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, sich über einen bestimmten Themenbereich zu informieren, oder etwas online zu kaufen. Was also geben Personen aus meiner Zielgruppe in die Google-Suche ein? Um das herauszufinden muss man zum Glück keine Kristallkugel befragen oder eine teure Studie bei einem Marktforschungsinstitut in Auftrag geben.

    Für eine fundierte Keyword-Recherche gibt es verschiedene Keywordtools, die in unterschiedlichem Umfang die entsprechenden Ergebnisse liefern. Die meisten dieser Tools sind jedoch nicht kostenfrei oder bieten in der kostenlosen Version nur sehr eingeschränkte Funktionen. Beispiele für Keyword-Tools wären der Google Keyword-Planer [Link: https://ads.google.com/home/tools/keyword-planner/], Semrush [Link: https://de.semrush.com/] oder Keywordtool.io [Link: https://keywordtool.io/google]. Diese Tools bieten die Möglichkeit, das Suchvolumen von Keywords zu erfahren, also wie häufig diese Keywords (monatlich) in die Google-Suche eingegeben werden.

    Zudem schlagen viele dieser Tools auch vergleichbare Keywords vor, die möglicherweise ebenfalls interessant sein könnten. Welche Keywords sich am besten eignen, muss man letztendlich aber selbst entscheiden. Ein hohes Suchvolumen ist hierbei natürlich wünschenswert, allerdings ist bei sehr allgemeinen Keywords mit hohem Suchvolumen die Konkurrenz recht hoch – hier muss genau geschaut werden, welche anderen Websites für dieses Keyword gut ranken, und inwiefern man eine Chance hat, mit ihnen in Konkurrenz zu treten.

    Schritt 3: Title, Meta Description, URL – der erste Eindruck zählt

    Ein Blick auf die Ergebnisse einer beliebigen Suchanfrage bei Google zeigt, dass hier nicht ausschließlich URLs angezeigt werden, sondern bereits eine kurze Übersicht über das zu erwartende Ergebnis zu sehen ist. Dieses sogenannte Snippet ist das Aushängeschild, die Visitenkarte für jede Webseite. Es besteht aus drei Teilen – dem Title, der URL und der Meta Description. Der Title kann bis zu 65 Zeichen lang sein, die Meta Description sollte mindestens 100, besser ca. 145 Zeichen lang sein. Idealerweise sollte das Keyword, auf das die fragliche Landingpage optimiert wird, in allen drei Teilen zu finden sein. Wichtig ist auch, dass sowohl Title als auch Description möglichst aussagekräftig sind. Nutzer*innen sollten auf einen Blick erkennen können, welche Inhalte sie auf der Seite erwarten, und natürlich nach Möglichkeit dazu angeregt werden, die Seite zu besuchen. Die Meta Description muss hierbei nicht zwangsläufig aus vollständigen Sätzen bestehen; auch eine übersichtliche, kurze und prägnante Liste von Stichworten kann hier sinnvoll sein.

    Schritt 4: Content Optimierung – auf den Inhalt kommt es an

    Content – was heißt das eigentlich? Beim Content handelt es sich um die tatsächlichen Inhalte, die auf einer Webseite zu finden sind. Prinzipiell könnten diese Inhalte ganz unterschiedliche Formen haben:

    • Texte
    • Bilder
    • Audiodateien
    • Videos
    • Produkte (z.B. in Onlineshops)

    Für guten und überzeugenden Content gibt es kein wirkliches Patentrezept, außer: er sollte die Nutzer*innen ansprechen. Natürlich gibt es ein paar grundsätzliche Faustregeln (das Keyword sollte auf der Seite vorkommen, die Überschriften sollten ordentlich als H1, H2, usw. definiert sein, Texte, Bilder und andere Inhalte sollten ordentlich formatiert sein), doch im Endeffekt gibt es eine große „Kontrollinstanz“, vor der der Content einer Webseite bestehen muss, und das sind die Besucher*innen der Seite.

    Dennoch gibt es auch hier bestimmte Kriterien und Richtlinien, an denen Google sich orientiert, diese sind allerdings sehr umfangreich und werden regelmäßig aktualisiert. Die aktuellen Search Quality Guidelines von Google findet man hier: [https://static.googleusercontent.com/media/guidelines.raterhub.com/de//searchqualityevaluatorguidelines.pdf]

    Duplicate Content und wie man ihn vermeidet

    Duplicate Content bezeichnet identische Inhalte, die auf mehreren URLs zugleich existieren; hierbei unterscheidet man zwischen internem Duplicate Content, der innerhalb einer Domain existiert, und externem Duplicate Content, wenn die Inhalte auf verschiedenen Domains existieren. Von Google wird Duplicate Content mit schlechtem Ranking abgestraft – weshalb man ihn nach Möglichkeit vermeiden sollte. Gegen externen Duplicate Content kann man nur bedingt etwas unternehmen; schließlich hat man keinen Einfluss auf die Inhalte fremder Websites. Interner Duplicate Content hingegen lässt sich sehr leicht vermeiden, insbesondere was Textinhalte angeht. Hierbei gilt es, darauf zu achten, dass nach Möglichkeit keine identischen Textpassagen auf mehreren Unterseiten zu finden sind. Bei vielen SEO-Tools, wie beispielsweise Xovi, kann man auch gezielt Duplicate Content ausfindig machen, was insbesondere bei Websites mit sehr vielen Unterseiten hilfreich sein kann.

    Schritt 5: Interne und externe Links – es heißt nicht umsonst World Wide Web

    Wie relevant eine Seite ist, bewertet Google auch anhand des sogenannten Linkjuice oder Linkpower. Wirklich messbar ist dieser nicht, allerdings gilt: Je öfter eine URL von anderen URLs verlinkt ist, desto mehr Linkjuice hat sie und desto relevanter erscheint sie für Google. Auf externe Verlinkungen der eigenen Seite hat man natürlich nur bedingt Einfluss – es sei denn, man betreut mehrere Websites und verlinkt diese untereinander. Die internen Verlinkungen hingegen kann man sehr wohl beeinflussen und sollte sich hierbei auch entsprechend Gedanken machen.

    Grundsätzlich entstehen interne Verlinkungen schon durch das Vorhandensein einer Navigationsleiste – so kommt man beispielsweise von der Startseite auf verschiedene Unterseiten. Doch auch sinnvolle Quer-Verlinkungen können hilfreich sein – beispielsweise, wenn man auf einer Landingpage über Sofas und Sessel auf den Blogartikel über Pflegetipps für Polstermöbel verlinkt. Dies wird nicht nur vom Google-Algorithmus belohnt, sondern sorgt auch dafür, dass Nutzer*innen länger auf der Website verweilen, weil sie von einem interessanten Inhalt direkt zum nächsten weitergeleitet werden.

    Schritt 6: Der Weg ist das Ziel – immer Up-To-Date bleiben

    Google, SEO und das Internet allgemein sind keine statischen Objekte; ganz im Gegenteil, sie sind ständigen Veränderungen und Anpassungen unterworfen. Eine Website ist also eigentlich nie wirklich „fertig“. Technologie entwickelt sich weiter und genauso ist es auch mit den Gesetzmäßigkeiten von SEO und des Google-Algorithmus.

    Wichtig ist also, dass man sich nach Schritt 1 bis 5 nicht entspannt zurücklehnt, sondern SEO als das sieht, was es ist: eine kontinuierliche Aufgabe. Regelmäßige Überprüfungen der eigenen Reichweite mithilfe von SEO-Tools wie Xovi gehören ebenso dazu wie das Pflegen aktueller Inhalte auf der Website. Außerdem ist es ratsam, sich kontinuierlich über die aktuellen Entwicklungen im SEO-Bereich zu informieren, um auf entscheidende Veränderungen entsprechend reagieren zu können.

    Auch wenn der SEO-Dschungel auf den ersten Blick undurchdringlich erscheint: Mit ein bisschen Arbeit, Fingerspitzengefühl und einer guten Agentur im Hintergrund, ist es möglich, sich hier wunderbar zu behaupten.