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Photoshop-Update Juli 2025: Neue KI-Funktionen im Test

Bunte, digitale Vogelkollage in Photoshop mit lebendigen Farben vor einem orange-pinkem Hintergrund.

Der amerikanische Marktführer für Bildbearbeitungssoftware Adobe hat im Juli 2025 ein neues Photoshop-Update mit dem Schwerpunkt KI vorgestellt. Manche der hinzugefügten Funktionen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung und sind deshalb nur in der Beta-Version nutzbar. Herunterladen kann man die Photoshop (Beta), mit einem aktiven Creative-Cloud-Abonnement, hier.

Als Mediengestalter bei der TrendView profitiere ich von dem Photoshop-Update besonders, weil es meine tägliche Arbeit effizienter macht. Die neuen KI-Funktionen nehmen mir viele manuelle Schritte ab und optimieren so meinen Workflow. Dadurch bleibt mir mehr Zeit für Gestaltung und Ideenfindung.

Informationen, um welche Funktionen es sich dabei handelt und worauf Photoshop-Nutzer:innen sich in Zukunft freuen können, gibt’s in diesem Artikel.

Einleitung

Photoshop ist eine 1990 von der Adobe Inc. veröffentlichte Bildbearbeitungssoftware. Sie ermöglicht das Arbeiten mit Ebenen, Masken, Filtern und zahlreichen Werkzeugen zur präzisen Bearbeitung von Bildern. Durch fortlaufende Updates hat sich Photoshop stetig weiterentwickelt. Dabei lag der Fokus zuletzt auf Künstlicher Intelligenz, was der Bildbearbeitung viele Türen öffnet.

Die bisherigen KI-Funktionen im Überblick:

  • Generative Fill (Generatives Füllen)
  • Content-Aware Fill (Inhaltsbasiertes Füllen)
  • Generative Expand (Generatives Erweitern)
  • Remove Tool (Entfernen-Werkzeug)
  • Background Removal (Hintergrundentfernung)
  • Object Selection (Objektfreistellung)
  • AI-powered Masking (KI-gestützte Maskierung)
  • Auto Layout Adjustment (Automatische Layout-Anpassung)

Die im Photoshop-Update hinzugefügten Funktionen:

  • Gen AI Model Picker
  • Enhanced Remove Tool
  • Harmonize (Beta)
  • Generative Upscale (Beta)
  • Projects (Beta)

Adobes Firefly-KI

Adobes Firefly-KI ist ein generatives KI-System, das speziell von Adobe entwickelt wurde, um kreative Prozesse in Adobe-Anwendungen zu unterstützen. Es basiert, ähnlich wie andere Text-zu-Bild-KIs, auf generativen neuronalen Netzwerken. Sie ist besonders auf den professionellen und kreativen Einsatz innerhalb der Adobe-Creative-Cloud ausgerichtet.

Ich nutze Adobe Firefly bei der TrendView vor allem in Photoshop, um Bilder für mehr Bildinformationen generativ zu erweitern und somit leichter auf bestimmte Bildmaße anpassen zu können.

Der Model Picker – Einfaches wechseln zwischen verschiedenen Firefly-Versionen für unterschiedliche Ergebnisse

Durch das neue Photoshop-Update lässt sich Adobes Firefly-KI noch flexibler einsetzen. Mit dem Model Picker lässt sich jetzt wählen, welches KI-Modell für die jeweilige Aufgabe am besten passt. Wenn man mit der Funktion „Generatives Füllen“ Inhalte generieren möchte, gibt es nun daneben den Model Picker Button mit dem Firefly-Logo. Klickt man auf diesen, kann man zwischen den verschiedenen Firefly-Modellen wählen.

Diese berechnen die Generierung jeweils anders und führen dadurch zu anderen Ergebnissen. Ist das Ergebnis einer Generierung also nicht zufriedenstellend, kann es ratsam sein, die Firefly-Version zu wechseln.

Stadtstraße mit Autos und Adobe Firefly-Oberfläche zur Modellauswahl auf einem Zebrastreifen.

Das Remove Tool – Inhalte mit nur einem Klick entfernen, mit der „Entfernen“-Funktion im neuen Photoshop-Update

Um eine Person oder ein Objekt zu entfernen, musste man bisher den ausgewählten Bereich mit der Funktion „Generatives Füllen“ überschreiben. Dabei kam es oft zu dem Problem, dass in dem ausgewählten Bereich zufällig Objekte generiert wurden, die dort eigentlich gar nicht entstehen sollten.

Dafür gibt es jetzt den neuen „Entfernen“-Button, der sich ausschließlich darauf spezialisiert, den ausgewählten Bereich zu entfernen bzw. an den Hintergrund anzupassen.

Dieser eignet sich besonders gut dafür, wenn man störende Objekte oder Text in Bildern entfernen möchte, um darüber neue Inhalte in den Vordergrund einzufügen.

Ist kein Hintergrund erkennbar, weil sich viele Objekte im Vordergrund befinden, hat das Remove Tool noch Probleme und erstellt, ähnlich wie auch schon vor dem Photoshop-Update, ungewollte Objekte. Mit denselben Hürden haben jedoch auch vergleichbare Bildbearbeitungssoftware-Anbieter wie PhotoRoom zu kämpfen.

Städtische Straßenszene mit Zebrastreifen und modernen Gebäuden, tagsüber in einer Großstadt fotografiert. Durch Photoshop-Update Funktion "Entfernen" wurde ein Mensch entfernt.Harmonize (Beta) – Objekte durch Licht- und Schattenkorrektur in Szenarien einbauen mit der neuen Funktion „Harmonisieren“

Mit der neuen Beta-Funktion „Harmonisieren“ bietet Photoshop die Möglichkeit, Objekte und Personen in einen beliebigen Hintergrund harmonisch einzufügen. Sie basiert auf dem Projekt Perfect Blend, welches Adobe erstmals im Oktober 2024 auf der MAX vorgestellt hat. Dabei werden sowohl für das Objekt als auch für den Hintergrund realistische Licht- und Schattenverhältnisse generiert.

Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sollte man im Vorfeld auf eine möglichst realistische Skalierung und Komposition des Objekts oder der Person auf dem Hintergrund achten. Außerdem kann es bei komplexen Lichtverhältnissen und ungewöhnlichen Materialien (z. B. Glas, Metall) oder hochauflösende Szenen mit vielen Details zu technischen Einschränkungen kommen.

„Harmonisieren“ ist ein gelungener Ansatz, der zeigt, was mittlerweile mit KI in der Bildbearbeitung möglich ist. Allerdings sind Licht- und Schattenberechnung sehr komplex. Deshalb ist die Funktion hauptsächlich sinnvoll, wenn man ein schnelles Ergebnis haben möchte, das dem Realismus etwas näherkommt. Will man jedoch ein qualitativ hochwertiges Ergebnis erzielen, ist es für die Beta-Funktion noch etwas zu früh.

Vorher-Nachher-Vergleich: Mann mit Rucksack auf Stadtkreuzung bei unterschiedlichem Licht.

Generative Upscale (Beta) – Bildauflösung erhöhen (bis zu 8 Megapixel) ohne Qualitätsverlust durch Generatives Hochskalieren“

Die Photoshop (Beta) bietet die Möglichkeit, ein Bild generativ hochskalieren zu können. Dafür geht man im Menü „Bild“ auf „Generatives Hochskalieren“. Danach öffnet sich ein Fenster, in dem man die Stärke der Skalierung (z. B. 2×, 4×) festlegen kann. Klickt man nun auf „Hochskalieren“, wird das Bild mittels KI vergrößert und geschärft.

Durch das Generieren können Bilder im aktuellen Stadium ihren Fotorealismus verlieren und einen „KI-Look“ erhalten. Besonders bei Nahaufnahmen von Menschen kann das zu einem unerwünschten Ergebnis führen.

Im Vergleich mit Konkurrenzlösungen wie Topaz Gigapixel AI bietet Adobes Beta-Version weniger Einstellmöglichkeiten und fällt auch leicht in der Detailtreue ab.

Am meisten überzeugt Adobes Generative Upscale (Beta), wenn Bilder für Social Media oder Websites ohne viel Aufwand vergrößert und optimiert werden sollen und der bestehende Workflow nicht ausgelagert werden muss.

Orange Einwegkamera in roter Tasche auf rosa Hintergrund, Nahaufnahme.

© Adobe

Projects (Beta) – Gemeinsam im Team „Projekte“ erstellen und bearbeiten

In der Beta kann man jetzt die Funktion „Projekte“ testen. Diese ermöglicht es einem, Personen zu Photoshop-Dateien einzuladen. Den eingeladenen Personen kann der Status „darf bearbeiten“ und „darf kommentieren“ zugewiesen werden.

Dadurch schafft Photoshop die Möglichkeit, in Echtzeit mit einem Team gleichzeitig an einem Projekt zu arbeiten. Einschränkungen wie Synchronisationsprobleme bestehen aktuell vor allem bei großen oder komplexen Dateien.

Besonders für Agenturen ist die Funktion nützlich, um bei Teamprojekten an gemeinsamen Grafiken zu arbeiten. Während Alternativen wie Figma für UI/UX-Design noch ausgereifter sind, überzeugt Adobe durch die direkte Integration in die Creative Cloud.

Photoshop-Projektordner Blooms & Buds mit Blumenbildern und Designoptionen im Programmfenster.

© Adobe

Ausblick – Worauf können wir uns in Zukunft freuen?

KI-gestützte Bildbearbeitung, wie auch die in Photoshop integrierte Firefly-KI, entwickelt sich rasant weiter. Der Trend zeigt eine starke Entwicklung hin zu prompt-basierter Steuerung und zur Automatisierung repetitiver Aufgaben. Probleme, die bisher nur zeitintensiv umzusetzen waren, sollen möglichst mit nur einem Klick gelöst werden können, wodurch der Workflow von Photoshop-Nutzer:innen beschleunigt wird.

Grundlagen für weitere „Quality of Life“-Features wie „KI-Agenten“, die Bilder automatisch analysieren und dann inhaltsbasiert Verbesserungsvorschläge geben sollen, wurden bereits auf der Adobe MAX im April 2025 vorgestellt und befinden sich derzeit in der Entwicklung. Ziel dieser Funktionen ist ein leichterer Einstieg in Photoshop.

Nach dem neusten Photoshop-Update dürfen wir voller Vorfreude sein, welche spannenden Funktionen uns in Zukunft noch erwarten!

TrendVie Trends – Design Author:in

Benjamin Wagner

Benjamin absolviert seit August 2025 seine Ausbildung als Mediengestalter Gestaltung & Technik bei der TrendView. Ihm macht es Spaß, sich gestalterisch auszutoben und er freut sich darauf, neue Techniken zu lernen und sein Wissen zu vertiefen.

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