Retouren im Online-Handel

Klick – Shop – Weg

Wir leben in einem Land, in welchem Online-Shopping großgeschrieben wird. Jeder bestellt fleißig Kleidung, Elektronik, Möbel und sogar Lebensmittel zu sich nach Hause. Häufig wird auch mehr bestellt, als man eigentlich braucht; auf gut Glück; auf Vorrat oder, weil man unterschiedliche Modelle zur Ansicht haben möchte.

Kurz: Online-Shops haben mit dem Versand ihrer Waren richtig viel zu tun. Das könnte die Shops natürlich sehr erfreuen, jedoch hängt über den Köpfen immer auch die graue Wolke der Retouren. Für uns Konsumenten ist es zu einer angenehmen Selbstverständlichkeit geworden, nicht Gewolltes ganz entspannt und kostenfrei wieder zurückschicken zu können. Welchen Mehraufwand und was für enorme Kosten dies für den Händler bedeutet, sieht man im Schein der schönen Online-Shopping-Welt natürlich nicht.

Die Zahl der Retouren ist enorm

Laut der Wirtschaftswoche schicken die Kunden jährlich eine dreistellige Millionenzahl von Paketen wieder zurück zum Händler.  Aber was passiert mit den Retouren aus dem Online-Handel eigentlich und wie viele Pakete gehen wirklich wieder zurück?

So gab es beispielsweise schon häufig Kritik am Online-Super-Händler Amazon: dieser vernichte angebliche große Mengen an Neuware, welche retourniert ins Lager zurückkommt.

Bei diesen Negativ-Nachrichten liegt es nahe, dass die großen Unternehmen ungerne die genauen Zahlen der Retouren-Eingänge mitteilen. Eine Studie der Uni Bamberg aus dem Jahr 2013 fand jedoch heraus, dass es in diesem Jahr etwa 250 Millionen Retouren in Deutschland gab. (Quelle: Wirtschaftswoche) Da die Tendenz von Jahr zu Jahr steigend ist, kann man sich vorstellen, dass es 2019 nicht unbedingt besser aussieht.

Laut der Zeit online geht jeder achte Einkauf wieder zurück; die Quote issei in den letzten 2 Jahren sogar um 20 % gestiegen (laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom). Am häufigsten wird Kleidung gekauft, meist von jüngeren Käufern. Retouren sind für Händler häufig kostspielig und schmälern den Gewinn.

Zalando, aus den Köpfen modebewusster Internet-Konsument nicht mehr wegzudenken, zeigt dahingehend schon etwas mehr Transparenz, als das große „A“: das Unternehmen kommuniziert eine Retourenquote von etwa 50 %. Da die Ware in der Regel unversehrt zurückkommt kann diese problemlos weiterversendet werden. Zalando vernichte die Ware nur in absoluten Ausnahmefällen, wenn diese sich nicht mehr zum Weiterverkauf eigne. (Quelle: Wirtschaftswoche)

Nichtsdestotrotz sollte die hohe Anzahl an Retouren den Käufern einen Anreiz zum Nachdenken geben. Schließlich trägt man mit jeder zurückgesendeten Lieferung dazu bei, dass der allgemeine ökologische Fußabdruck unseres Landes sich nicht zum Positiven wandelt. Eine genaue Beachtung der Produktbeschreibung und ein sinnvolles Auseinandersetzen mit dem Artikel, welcher gekauft werden soll, ist dementsprechend sinnvoll.

Die Bearbeitungskosten für eine Retoure liegen im Durchschnitt bei 10€ für den Händler.
Immer schneller, immer mehr

Laut dem e-Commerce Magazin geht neben den ansteigenden Retouren der Trend auch immer mehr hin zu schnellen Lieferungen. Die Bearbeitungskosten für eine Retoure liegen im Durchschnitt bei 10 € für den Händler.

Kostentreiber Nummer 1 ist hierbei die aufwendige Prüfung, Sichtung und Qualitätskontrolle der zurückgesendeten Artikel. Außerdem übernehmen 72 % der Händler noch die Kosten für Porto und Versand.

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