Community Management während einer weltweiten Pandemie

Community Management während einer weltweiten Pandemie

Welchen Content wünschen sich Social-Media-User von Unternehmen in Zeiten von Covid-19?

Die Zeiten, in denen Social-Media-Channels zur reinen Unterhaltung dienten, sind lange vorbei! Heutzutage sind sie Informationsquelle, Werbeplattform und gleichzeitig eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen uns und unseren Lieben.

Viele möchten auch während Covid-19 unterhalten werden und sehnen sich nach einem Funken Normalität, wenn auch nur für die Länge eines IGTV’s, eines TikTok Videos oder eines Facebook-Posts. Wiederum andere erwarten weniger Werbung und Image-Kampagnen von Unternehmen, dafür aber gezielte Stellungnahmen und Informationen zum aktuellen Weltgeschehen.

Dies wirft für viele Unternehmer die Frage auf: Wie betreibt man Community-Management während einer weltweiten Pandemie und wie verändern sich die Bedürfnisse der User von Instagram und Co.?

Wir geben Aufschluss darüber, mit welchem Content Unternehmen die Balance zwischen Unterhaltung, Werbung und Information halten können!

Stichwort In-the-Now-Content!

Die aktuelle Situation stellt einige Marketer auf eine harte Probe. Viele Content-Strategien wurden weit im Voraus geplant, sind aber jetzt längst nicht mehr relevant. Der einzige Ausweg aus dieser verzwickten Situation: kurze Kreationsprozesse, geknüpft an eine ordentliche Portion Spontanität. Damit der liebevoll erstellte Content nicht an Relevanz verliert, sollte dieser kurzfristig und wenn möglich tagesaktuell erstellt werden.

User generated content trifft den Nerv der Zeit

Haben Sie auch schon einmal aufgrund der Empfehlung einer anderen Person ein Produkt gekauft? Dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft! 85 Prozent der in einer Studie befragten Verbraucher gaben an, user generated content bei ihrer Kaufentscheidung zu bevorzugen.

Unternehmen, die innerhalb ihrer Social-Channels auf UGC setzten, verbuchen außerdem eine bis zu 30 % höhere Conversion Rate. Mund-zu-Mund-Propaganda war schon immer ein nützliches Instrument, um Verkäufe anzukurbeln - das soll sich auch über die digitale Distanz hinweg nicht ändern.

UGC trifft den Nerv der Zeit. Vertrauen und Ehrlichkeit stehen 2020 mehr denn je im Fokus. Wie können Unternehmen ihren Kunden diese Gefühle also besser vermitteln als über Markenbotschafter, die die gleichen Gedanken teilen und dieselbe Sprache sprechen wie Ihre Verbraucher? Dabei ist die Vielfältigkeit von UGC besonders hervorzuheben. Ob Marken-Hashtag, Account-Take-Over oder gar ganze Kampagnen – Verbraucher werden eingeladen, mit Unternehmen zu interagieren und erhalten oft einen spannenden Perspektivenwechsel - das kommt an!

Ein demonstratives Beispiel für den Erfolg von UGC-Kampagnen ist Burberry. Dem etwas angestaubten Image der britischen Modemarke verhalf user generated content zu einen E-Commerce Wachstum von 50 %. Auf der Website „The Art of the Trench“ konnten User Bilder von Menschen, die Burberry tragen, hochladen und darüber diskutieren – Traffic Generation at it’s best!

Unternehmer müssen ihre Kunden bewegen

Leads mit Werbung zu erreichen ist nicht mehr genug - Unternehmer müssen ihre Kunden bewegen! Um während Covid-19 nicht realitätsfern zu wirken, müssen diese zusehen, hinhören und vor allen Dingen Nahbarkeit beweisen! Community-Management bedeutet nicht bloß, Kommentare zu beantworten und Verbraucher dazu einzuladen, die Unternehmensseite zu liken. Userzentrierte Kommunikation ist hier der Schlüssel zu einer gut wachsenden Reichweite. Um etwas Aufschluss darüber zu erhalten, was Verbraucher aktuell beweget, ist ein Blick in die Suchanfragen der Social-Media-Giganten oft von Nutzen.

So sind zum Beispiel Suchanfragen wie „Meditation für Anfänger“, „Heimworkout“ und „Arbeiten Zuhause mit Kindern“ um bis zu 1.657 %* gestiegen.
*Quelle: Pinterest Business

Wenn Sie erst einmal wissen, was Ihre Verbraucher bewegt, ist es einfacher, auf die verschiedenen Bedürfnisse eingehen und reagieren zu können. Machen Sie sich dieses Wissen zunutze und berühren Sie Ihre potenziellen Kunden an genau dem Punkt ihres Lebens, an dem sie sich aktuell befinden.

Welche Anforderungen Verbraucher währen der Corona-Pandemie zudem an Marken stellen, veranschaulicht Ihnen die folgende Statistik „Truth About Culture and Covid-19 Phase 3“ der Mc Cann Worldgroup:

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Werben ohne schlechtes Gewissen!

Derzeit könnte die Diskrepanz zwischen Werbegegnern und Werbebefürwortern gefühlt nicht größer sein. Dennoch ist diese Meinungsverschiedenheit, heruntergebrochen auf ein statistisches Ergebnis, gar nicht so imposant, wie Sie vielleicht denken.

Die Studie eines Adtech-Unternehmens zeigt, dass sich nur 9 Prozent der deutschen Bevölkerung dafür aussprechen, Markenwerbung während der Corona-Krise zu pausieren. 51 Prozent wünschen sich, durch Werbung informiert zu werden. 28 Prozent der Befragten möchten durch Werbung Glücksgefühle und Wärme empfinden und 24 Prozent möchten sich durch sie vor allen Dingen ablenken und amüsieren können. Verbraucher finden zudem, dass Unternehmen über Werbung kommunizieren sollten, wodurch sie den Schutz Ihrer Mitarbeiter und Kunden generieren.

Fakt ist: Social-Media-Kanäle sind aktuell besonders hoch im Kurs. 75 Prozent aller Internetnutzer Deutschlands posten, liken, tweeten und teilen seit Beginn der Corona-Krise mehr als jemals zuvor.

Mit viel Fingerspitzengefühl und zielgerichteten Marketing-Strategien können Unternehmer eine breit gefächerte Zielgruppe ansprechen – nachhaltige Bindung zwischen Marke und Community inklusive!

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Sprechen Sie uns einfach an.